Jörg Teichfischer

Funktionelle Mode

Sportbekleidung im Extra-Markt

Foto: F.T. Koch

Für die einen ist es Funktionskleidung, für andere ein modischer Ausdruck ihres Lebensgefühls: Sportbekleidung, wie sie im Extra-Markt in der Rubrik Sport zu finden ist. Für die verschiedenen Sportarten gibt es jeweils spezielle Kleidung. Bei Reitern sollten es beispielsweise eher eng anliegende Stoffe sein, während Nordic Walker luftig-lockere Jacken, Shirts und Hosen bevorzugen. Es kommt allerdings auch immer darauf an, wie intensiv man sich betätigen möchte. So tragen die Profis unter den Radfahrern körperbetonte Stücke, während Gelegenheitsradler in diesem Punkt wohl geringere Anforderungen stellen. Wichtig ist jedoch das Material der Kleidung. Im optimalen Fall nimmt es den Schweiß des Sportlers auf, wird dabei aber nicht nass, sondern leitet die Feuchtigkeit nach außen zur Verdunstung ab. Jacken sollten möglichst Wind und Regen abweisen und im Winter warm halten. Zudem darf sich unter dem Stoff kein Hitzestau bilden, die Luftzirkulation muss gewährleistet sein. Bei manchen Sportarten gilt es zudem, bestimmte Bekleidungsordnungen in den Wettkampfregeln zu beachten.

Das wohl wichtigste Auswahlkriterium ist der Tragekomfort. Wenn möglich sollte man das Stück anprobieren und darauf achten, dass das Bekleidungsstück nicht drückt oder die Haut einschnürt. Schließlich variiert die Passform je nach Hersteller, und auch auf die Größenangaben ist nicht immer Verlass. Da Sportbekleidung häufig gewaschen wird, kann der Stoff eingelaufen oder bei starker Beanspruchung ausgeleiert sein.Beim Waschen ist darauf zu achten, um welches Material es sich handelt, da moderne Mikrofaser nicht einfach als Buntwäsche behandelt werden sollte. Um die Faserstruktur nicht zu zerstören, muss bei einigen Produkten auf Weichspüler verzichtet werden. Ein Tipp: Bei Gerüchen das trockene Kleidungsstück 48 Stunden in einen Gefrierschrank legen. So werden geruchsverursachende Bakterien abgetötet. Für eine grundlegende Säuberung gibt es spezielle Sportwaschmittel im Handel. Auch beim Trocknen und Bügeln sollte auf besondere Bedürfnisse der Sportbekleidung geachtet werden. Grundsätzlich ist ein Blick auf das Etikett also ratsam. Verkäufer können ihre Angebote etwas aufpeppen, in dem sie Reißverschlüsse mit etwas Fett wieder gängiger machen. Falls kleinere Löcher vorhanden sind, sollte man diese stopfen oder flicken, aber den potenziellen Käufer auch auf diese Stellen hinweisen. Gut machen sich auch Nachweise über Qualitätssiegel der Kleidung. Das betrifft den Verzicht bestimmter Chemikalien, die krankheits- oder allergieauslösend sein können, oder die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Textilien, die fair und frei von Kinderarbeit sein sollten. Sportbekleidung kann auch einen Sammlerwert haben. So sind Fans von bestimmten Vereinen oder Sportlern stets auf der Suche nach Trikots ihrer Idole. Hemden mit Aufdrucken und Vereinslogos sind nicht nur bei Werder-Fußballfans sehr beliebt.  Die Chance, ein Kleidungsstück in der passenden Größe zu finden, ist bei gebrauchten Angeboten besonders hoch. Denn wer sich Sportkleidung zulegt, will beim Sporttreiben neben dem Aufbau oder Erhalt der Fitness meist auch ein paar Kilo abnehmen. Daher dürfte bei Erfolg das Kleidungsstück ohnehin nicht mehr passen und kann dann im Extra-Markt angeboten werden















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